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Spritzguss Konstruktionsregeln- Was ist wichtig ?

Die Spritzguss Konstruktionsregeln sind maßgeblich für Spritzguss gerechtes Konstruieren, damit beim Spritzgießen der Prozessablauf und die Bauteilqualität einwandfrei sind, sind diese wichtigen Regeln unbedingt zu beachten. Als Konstruktionsexperten mit jahrelanger Erfahrung im Kunststoffbereich helfen wir Ihnen nicht nur dabei, das optimale Spritzgussteil zu konstruieren, sondern helfen Ihnen auch durch eiine Spritzgießsimulation dabei, vorab mögliche Fehler oder Probleme in Ihrem Fertigungsprozess zu finden und zu eliminieren.

Formschrägen

Es ist wichtig, Bauteile mit Formschrägen zu konstruieren. Das heißt keine rein senkrechten Geometrien, sondern wo es möglich ist, leichte Neigungen zu designen.

Formschrägen in der Geometrie ermöglichen es, Teile später einfacher aus der Form wieder herauszunehmen und Schäden durch Reibung zu minimieren. Diese Eigenschaft der Konstruktion nennt man Entformbarkeit, die sich richtungsabhängig verhält. Dabei unterscheidet man zwischen Haupt- und Nebenentformrichtung.

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CAD- Modell eines Kunststoffbauteils

Radien

Spritzguss gerechtes Konstruieren bedeutet auch, dass Radien scharfen Ecken und Kanten zu bevorzugen sind. Zum einen werden so Spannungsspitzen bei der Belastung des fertigen Bauteils vermieden. Zum anderen muss der Kunststoff beim Spritzguss möglichst formfüllend fließen können. Runde Geometrien sorgen für eine gleichmäßigere Füllung und weniger Turbulenzen. 

Hinterschneidungen

Hinterschneidungen sind frei stehende Konstruktionselemente. Eine der Spritzguss Konstruktionsregeln lautet, so weit wie möglich auf diese zu verzichten. Sie können dazu führen, dass das Bauteil nicht mehr einfach in die Hauptentformrichtung ausgeworfen werden kann und sekundäre Auswerfer benötigt werden, die zusätzlich Geld kosten. 

Verrippung

Oft werden sogenannte Versteifungsrippen konstruiert, um die Bauteilfestigkeit zu erhöhen. Wenn diese richtig ausgelegt sind, können sie außerdem den Verzug des Bauteils nach dem Spritzguss minimieren. Die Rippen sollten nicht auf zu dünne Wandstärken aufgebracht werden, da diese sonst auf der anderen Seite durchscheinen. Als Faustregel gilt hier ein Wandstärken-Verhältnis von 3:1. 

Wandstärke

Die Wahl der richtigen Wandstärke ist ebenfalls ein sehr wichtiger Aspekt. Sie ist weder zu dünn noch zu dick auszulegen, da sich in beiden Fällen die Qualität der fertigen Bauteile vermindert. Ist die Wandstärke zu dünn gewählt, kann das Material unter Umständen nur schwer in den Formabschnitt vordringen und sich nicht gleichmäßig verteilen. Deswegen gilt eine Mindestwandstärke von 1,5 mm als Faustregel. 

Wenn die Wandstärke zu dick ausgelegt wird, dann hat das zwei negative Konsequenzen. Zum einen wird die Bildung von Lunkern wahrscheinlicher. Das sind unerwünschte Lufteinschlüsse im Material. Diese können die Qualität des Bauteils hinsichtlich Festigkeit und demzufolge die Zuverlässigkeit negativ beeinflussen. Eine zu dicke Wandstärke führt außerdem dazu, dass die Temperatur- und Strömungsprofile des Spritzgusses unregelmäßig ausfallen. Das kann ungewollte Schwankungen der Eigenschaften pro Bauteilcharge zufolge haben. Maximal sind hier etwa 4 mm ratsam. Eine gleichmäßige Wandstärke wirkt sich positiv auf die Schwindung des Materials aus, da diese dementsprechend auch gleichmäßiger abläuft und die Ergebnisse der Produktion zuverlässiger und vorhersagbarer werden.

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